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.:wie alles sich zum ganzen webt, eins in dem andern wirkt und lebt:.

ich bin bekennender lyrik-fan und als solcher darf diese rubrik natürlich nicht fehlen. ich werde hier nicht alles niederschreiben was mir gefällt. das wäre dann wohl zuviel des guten. einfach eine kleine auswahl dessen, was mir zusagt - einen wohligen schauer über den rücken jagt.

wenn jemand etwas hat und meint, dass es mir gefallen könnte, nur her damit. *lächel*

 

Augenblick

Mein sind die Jahre nicht,
die mir die Zeit genommen,
mein sind die Jahre nicht,
die etwa mögen kommen,
der Augenblick ist mein,
und nehm ich den in acht,
so ist der mein,
der Zeit und Ewigkeit gemacht.

(Andreas Gryphius)


Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein.
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war,
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist einsam sein.
Kein Mensch kennt den anderen,
Jeder ist allein.

(Hermann Hesse)


In dieser Zeit

Gegen
das alles
du
als mein Gegengewicht?
Vielleicht
wenn du wirklich
bei mir wärest
um mich zu halten
um zu liegen auf mir
in der Nacht
damit dieser Sog
mich nicht fortreißt
weil auch du
immer wieder
ankämpfst
gegen das alles
Und gegen das alles
für dich
ich
als dein Gegengewicht?
Vielleicht
wenn ich wirklich
bei dir bin
um dich zu halten

(Erich Fried)


Antwort

Zu den Steinen
hat einer gesagt:
seid menschlich
Die Steine haben gesagt:
Wir sind noch nicht
hart genug.

(Erich Fried)

 
Dein Horizont erscheint Dir groß
aber um ehrlich zu sein
ist Dein Geist klein
denn Du verachtest jene
die anders sind als Du
Du machst Dir keine Mühe
die Menschen kennen zulernen
und solange Du nicht bereit bist
des anderen Anderssein
zu akzeptieren
bist Du noch weit entfernt
von Reife und Weisheit.

(Sylvia Schwing)

 

Barfuß im Regen

Barfuß im Regen, ohne Schutz an den Füßen
einfach und pur das Gefühl genießen
wie die Zehen in der Feuchte der Erde verschwinden.

Immer festen Kontakt zum Boden empfinden.

Barfuß im Regen, die Tropfen trommeln im Takt
auf den Kopf, auf die Stirn, und die Füße sind nackt. 

Das Wasser empfinden, wie es an Dir runter rinnt
die Natur erfahren, unbekümmert wie ein Kind. 

Barfuß im Regen entgegen aller Konventionen
Es ist zwar verrückt, doch kann es sich lohnen.
Ausbrechen aus Regeln, aus Schutz, Sicherheit
dafür zum Erleben des Lebens bereit. 

Barfuß im Regen, es klingt einfach verrückt
und doch gewinnt man dabei ein Stück Glück.
Denn es heißt mal nicht sein, wie sonst alle Tage.
Es heißt Abenteuer, mal was Andr'es wagen.

Barfuß im Regen, komm ich lad Dich ein.
Wir tanzen im Regen, zu zweit, nicht allein
Soll'n die Andern doch lachen, wir wollen sie lassen. 

Denn die wissen nicht, was sie dabei verpassen.
Nimm meine Hand und komm... 

(verfasser mir unbekannt)




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